Thomas Martens (2001): Techniken wissenschaftlichen Arbeitens. Eine Arbeitshilfe für Studierende des Fachbereiches Soziale Arbeit und Gesundheit an der Fachhochschule Kiel. Überarbeitete, ergänzte und veränderte Aktualisierung. Kiel 2015.


Letzte Überarbeitung: 2015-05-17
Änderungen: Rechercheadressen

 

Wissenschaftliches Arbeiten ist ohne "Techniken" ein ebenso schwieriges Unterfangen, wie das Schaffen eines Künstlers ohne fundierte handwerkliche Kenntnisse und Fähigkeiten. Und so wie der kreative Akt etwa des Bildhauers - eingedenk des Wortes: auch Inspiration besteht größtenteils aus Transpiration - aus grundlegenden Fertigkeiten und Kompetenzen hervorgeht, so ist auch die wissenschaftliche Tätigkeit auf die systematische Anwendung solch grundlegender Arbeitstechniken angewiesen; angefangen bei der Organisation des Arbeitsplatzes bis hin zur Fertigstellung eines wissenschaftlichen Textes.

Für Studierende gehören Techniken wissenschaftlichen Arbeitens zu den unverzichtbaren Bestandteilen der akademischen Ausbildung, da sie nicht nur den Studienerfolg sichern helfen, sondern darüber hinaus als formale Qualifikationen in nahezu jedem Berufsfeld erforderlich sind.

Ein nicht unerhebliches Problem der "Techniken wissenschaftlichen Arbeitens" ist ihre uneinheitliche Interpretation und Darstellung in den einschlägigen Quellen. Fast ist man geneigt zu sagen: In zehn Quellen finden sich 11 unterschiedliche Meinungen. Das mag auf der einen Seite Ausdruck für Autonomie wissenschaftlicher Bereiche und Teilbereiche, nicht zuletzt auch für die Autonomie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler - "Freiheit der Forschung und Lehre" - sein; für die Studierenden ist es schlicht irritierend und zumeist kaum nachvollziehbar. Übrigens ist es auch für die Lehrenden im Bereich der "Techniken wissenschaftlichen Arbeitens" nicht ganz einfach, angesichts häufiger Anmerkungen und Einwände wie "das habe ich aber anders gelernt" klare und eindeutige Inhalte zu vermitteln.

An dieser Stelle schon der wichtige Appell: Sprechen Sie grundsätzlich alle von Ihnen angewendeten Verfahren und Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens - Belegverfahren, Zitierregeln usw. - mit den Themenstellerinnen und Themenstellern ab. Nur das sichert Sie wirklich ab und spart viel Zeit und Mühe für unnötige Überarbeitungen.

Die vorliegende Arbeitshilfe versteht sich als "virtueller Ratgeber", der zentrale Fragen und Themen aus dem Umfeld wissenschaftlichen Arbeitens aufgreift und der Hinweise, Tipps und Lösungen anbietet.

Anders als das gedruckte Buch, das - einmal auf dem Markt - ein unveränderbares Produkt bleibt, solange es nicht in einer weiteren und überarbeiteten Auflage erscheint, ist ein virtueller Ratgeber ein ausgesprochen "bewegliches" Instrument, das

  • offen ist für Fragen und Anregungen
  • neue Themen schnell aufnehmen und umsetzen kann
  • einen unkomplizierten Dialog zwischen Autor und Nutzer zulässt.

Geben Sie Anregungen, stellen Sie Fragen, führen Sie den Dialog!