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Textformen

Ein nicht unerheblicher Teil wissenschaftlichen Tätigseins ist Schreibarbeit. Studieren heißt neben Zuhören, Sich-mündlich-mitteilen, Lesen, learning by doing und anderen Formen der Erfahrung und des Austausches auch Schreiben. Im beruflichen Kontext ist "das Verschriftlichen" eine der wichtigsten und daher unumgänglichen Tätigkeiten - etwa wenn es gilt, Gutachten, Konzepte, Stellungnahmen, Anträge u.v.a.m. zu formulieren.

Das geschriebene Wort unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom gesprochenen Wort:

  • Schreiben heißt, etwas, das in der mündlichen Kommunikation weit ausholend umschrieben werden kann, auf den Punkt zu bringen. Schreiben ist also oft ein komprimierender Vorgang.
  • Wissenschaftliches Schreiben erfordert eine geordnete und exakte Darstellung von Inhalten und Gedanken, die im Gespräch oft eher lose und spontan aneinandergereiht werden.
  • Schreiben heißt, einen antizipierenden, inneren Dialog mit oft unbekannten Leserinnen / Lesern zu führen. Anders als in einem Gespräch, das einen unmittelbaren Einfluss auf den weiteren Verlauf des Austausches hat, müssen beim Schreiben mögliche Fragen und Einwände vorwegnehmend erkannt und aufgegriffen werden.
  • Ein niedergeschriebener Text hat einen anderen Grad an Verbindlichkeit als eine mündliche Aussage, die vergleichsweise problemlos zurückgenommen werden kann.
  • Als ein Vorgang des Komprimierens, des Ordnens, des exakten Darstellens ist Schreiben für die Prozesse des Lernens und Behaltens von unschätzbarem Wert.
Unabhängig von den folgenden Aussagen und Empfehlungen - etwa zu Inhalt, Form und Umfang eines Textes  - sollte eine wissenschaftliche Arbeit grundsätzlich mit den jeweiligen Themenstellerinnen / Themenstellern abgestimmt werden.