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Praktikumsbericht

Während des Studiums der Sozialen Arbeit erscheint der Bericht zumeist in Form des Praktikumsberichtes. Daneben gibt es unterschiedliche Berichtsformen, wie Rechenschaftsberichte, Jahresberichte oder Berichte über besondere Vorkommnisse (z.B. Bericht über einen Unfallhergang).

Allen Berichtsformen sind drei wesentliche Merkmale gemein:

  1. Der Bericht ist eine umfassende Information; das Wesentliche zu einem Sachverhalt wird also möglichst präzise und sachlich dargestellt.

  2. Der Bericht ist nicht neutral, sondern enthält ein Moment der Rechenschaft, die die berichtende Person ablegt. "Man berichtet nicht einfach, was geschehen ist ohne Ansehen der eigenen Person, sondern gibt Auskunft über sich selbst" (1).

  3. Der Bericht ist sowohl verlaufs-, wie auch ergebnisorientiert. "Er informiert darüber, wie Handlungen im einzelnen zustande gekommen sind, wie das Ergebnis aussieht und zu bewerten ist" (2).


Der Praktikumsbericht

Das Praktikum während des Studiums ist die Schnittstelle zur Praxis, an der durch Beobachtung, Teilnahme, Mithilfe und eigenständiges Handeln berufsspezifische Kenntnisse und Erfahrungen vermittelt werden sollen. Der Praktikumsbericht hat die Funktion, die Erfahrungen zu reflektieren, zu bündeln, zu systematisieren, um sie damit bewusster werden und gewinnbringend in das weitere Studium einfließen zu lassen.

Inhaltliche Schwerpunkte

Darstellung der Institution:

  • äußere Rahmenbedingungen: Name - Träger - Ort - Lage - bauliche Gestaltung - räumliche und sachliche Ausstattung - Finanzierung - Öffnungszeiten;

  • Konzept: Zielsetzung, spezifische Aufgabenstellungen, angewandte Methoden;

  • Personalstruktur: Leitung, Mitarbeiter (Qualifikation, Altersstruktur, Verwaltungs- und Hauspersonal); Zuständigkeiten und Weisungsbefugnis;

  • Adressaten bzw. Klienten der Institution;

Tätigkeiten im Praktikum:

  • übernommene Aufgaben: Teilnahme an bestimmten Vorgängen (Gesprächen, Hausbesuchen, Beratungen, Veranstaltungen), Mithilfe und Vorbereitung, selbständiges Gestalten und Durchführen

Kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Tätigkeit:

  • was mir gelang (etwa im Umgang mit Adressaten und Klienten; in der Erledigung von Alltagsverpflichtungen; in der Planung, Organisation und Durchführung von Angeboten und Veranstaltungen; im Umgang mit unvorhergesehenen Situationen)

  • was mir Schwierigkeiten machte

  • worauf ich in Zukunft achten muss

Theoriegeleitete Diskussion einer pädagogisch relevanten Situation aus dem Praktikum:

  • Darstellung der Situation (des Problems, des Themas)

  • Reflexion auf Theorien und Modelle

Form

Der Praktikumsbericht besteht aus

  • dem Titelblatt

  • der Gliederung

  • dem Text

  • dem Quellenverzeichnis

1. Titelblatt: auf dem Titelblatt erscheinen der Name und die Adresse der berichtenden Person, der Name der Hochschule, das Semester sowie die Praktikumstelle und die Praktikumszeit. (Beispiel für ein Titelblatt)
2. Gliederung: die Gliederung skizziert den inhaltlichen und logischen Aufbau der Arbeit. Die einzelnen Kapitel sollten dabei mit arabischen Ziffern in Hauptabschnitte (= 1. Gliederungsstufe, d.h. 1., 2., 3. usw.) und Unterabschnitte (= weitere Gliederungsstufen, d.h. 2.1, 2.2 und 2.1.1, 2.1.2) eingeteilt werden. Teil der Gliederung sind die Seitenangaben der Kapitel. (Beispiel für eine Gliederung)
3. Einleitung: in der Einleitung eines Praktikumsberichts werden kurz der Anlass des Praktikums (etwa: Blockpraktikum im Grundstudium), der Praktikumsort sowie die Praktikumszeit genannt.
4. Durchführungsteil: zum Hauptteil der Arbeit gehren die drei bereits genannten Teile des Praktikumsberichts - Darstellung der Institution, Tätigkeiten im Praktikum, Kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Tätigkeit.
5. Schlussteil: im Schlussteil wird ein Fazit des Praktikums gezogen.
6. Dokumentation: einem Praktikumsbericht können verschiedene Dokumente zur Veranschaulichung hinzugefügt werden. Dies können etwa Photos, Zeitungsausschnitte, Zeichnungen, Filme usw. sein.
7. Quellenverzeichnis im Quellenverzeichnis werden alle im Bericht benutzten Quellen aufgelistet.

 


(1) Rückriem, Georg; Stary, Joachim; Franck, Norbert: Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. 10. Aufl. Paderborn: Schningh 1997, S. 63.
(2) A.a.O., S. 64.