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Arbeitsplatz

Schreibtischplatten sind die Visitenkarten der darauf geleisteten Arbeit, so Anatol von Aaron (1) im Manager Magazin. Wenn auch die Gestaltung des Arbeitsplatzes unbestritten ein bestimmtes Maß an Individualität beinhalten darf, so gibt es doch eine Reihe von Empfehlungen und Notwendigkeiten, die berücksichtigt und eingehalten werden sollten:

  • Der Schreibtisch sollte mindestens 150 x 80 cm groß sein, damit neben einem PC ausreichend Platz für Literatur, für weitere Hilfsmittel, nicht zuletzt auch für angemessen großes Skizzenpapier für kreative Ideenentwicklung vorhanden ist. Um zu langes Arbeiten in statischer Körperhaltung zu vermeiden, sollte ein Schreibtisch unterschiedliche Höheneinstellungen ermöglichen, so dass nach spätestens 30 Minuten ein Wechsel der Körperhaltung erfolgen kann. Es muss übrigens nicht zwingend sofort ein elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch angeschafft werden. Durch Aufsatz einer Kiste oder ähnlicher Hilfsmittel kann auch auf einfache Weise ein Arbeiten in unterschiedlichen Körperhaltungen möglich gemacht werden.

  • Zu einem flexiblen Schreibtisch gehört ein ebenso flexibler Schreibtischstuhl. Gut geeignet für Arbeiten in unterschiedlichen Körperhaltungen sind Stehhilfen.

  • Auf dem Schreibtisch sollten sich nur Gegenstände und Hilfsmittel befinden, die für die aktuelle Arbeit benötigt werden.

  • Wörterbücher und pädagogische Nachschlagewerke sollten entweder auf dem Schreibtisch stehen, ansonsten mit einem Griff erreichbar sein.

  • Bücher, Zeitschriften, Aktenordner, Schnellhefter u.. sollten in Regalen aufgehoben werden.

  • Als Hilfsmitteln sollten immer die notwendigen Schreibutensilien (Papier, Stifte, Lineal, Radiergummi, verschiedene Ordner (Schnellhefter, Aktenordner, Hängeregistratur) und nicht zuletzt ein Terminkalender vorhanden sein.

  • Ein eigener PC gehrt heute schon fast zum Standard, und entsprechend angelegte Referate und Hausarbeiten werden an nahezu allen Hochschulen und Fachhochschulen vorausgesetzt.

  • Nicht nur beim Lesen ist gutes Licht eine unverzichtbare Voraussetzung. Der Arbeitsraum sollte nicht nur ausreichend gut, sondern vor allem auch gleichmäßig beleuchtet sein. Ausreichend gute Beleuchtung liegt bei ca. 1000 Lux vor. Zur Orientierung - in einer mondlosen Nacht werden etwa 0,0003 Lux gemessen, an einem Sommertag mit Sonneneinstrahlung etwa 100 000 Lux. 1000 Lux entsprechen normalem Tageslicht ohne Sonne. Eine Empfehlung von 1000 Lux deckt sich mit der weit verbreiteten Erkenntnis, dass Tageslicht immer noch das beste Arbeitslicht sei. Die gleichmäßige Beleuchtung eines Zimmers soll vor allem einer einseitigen Belastung des Auges vorbeugen. So gemütlich ein Arbeitsplatz mit Minimalbeleuchtung auch wirken mag - vielleicht spielt hier auch das Bild des intellektuellen Asketen eine gewisse Rolle -, so sehr wird konzentriertes Arbeiten durch punktuelles Licht erschwert. Forschungen haben gezeigt, dass es nicht nur zu sehr schneller Ermüdung kommt, sondern dass das Auge die dunklen Bereiche des Zimmers immer wieder auch reflexartig nach Bewegungen und Veränderungen absucht und damit von anderen Tätigkeiten abgelenkt wird.

  • Starke Kontraste und Bewegungen im Blickradius sollten vermieden werden. Dazu gehren auch Bildschirmschoner, die den Blick ablenken und damit eine konzentrierte Wahrnehmung behindern.

  • In unmittelbarer Nähe des Schreibtisches sollte eine ausreichend große Pinwand befestigt sein, an der Merkzettel, Einflüsse u.. befestigt werden können.

  • Das Arbeitszimmer sollte angemessen beheizt und belüftet sein.

 

 


(1) Aaron, Anatol von, zit.n. Stockinger, Hans Gerhard: Arbeitsort und Arbeitsplatz. In: Badry, Elisabeth; Knapp, Rudolf; Stockinger, Hans Gerhard: Arbeitshilfen für Studium und Praxis der Sozialarbeit und Sozialpdagogik. 3. überarb. und erw. Aufl. Neuwied: Luchterhand, 1998, S. 32.