Mind MappingAnwendungsregelnBeispiele

Mindmapping

Der 'Erfinder' des Mind Mappings, Tony Buzan, nennt diese Technik "... einen Universalschlüssel für die Erschließung unseres Gehirnpotentials" (1).

Den theoretischen Hintergrund für die Mind Mapping Methode bilden wissenschaftliche Erkenntnisse über das Funktionieren des menschlichen Gehirns, insbesondere bezogen auf die spezifischen Charakteristika der linken und rechten Hirnhemisphäre. Während in der linken Gehirnhälfte logische und abstrakte Denkprozesse stattfinden, besitzt die rechte Hälfte intuitive, emotionale, kreative und bildhafte Fähigkeiten.

Die 'intellektuellen' Fähigkeiten der linken Hirnhemisphäre werden in der Regel nicht nur höher eingeschätzt sondern fast schon einseitig in Lern- und Bildungsprozessen angesprochen, vermittelt und gefördert. Eine Synchronisation beider Hirnhälften, durch die unser geistiges Potential in vollem Umfang ausgeschöpft werden könnte, wird auf diese Weise eher behindert. Kirckhoff (2) bezeichnet Mind Mapping als eine Methode, "... die in genial einfacher Weise ihre sprachliches und ihr bildhaftes Denken miteinander verbindet".

Ein weitere Vorteil der Mind Mapping Methode besteht in der Unterstützung nichtlinearer Prozesse. Der Mensch denkt zumeist nicht in logisch sortierten, aufeinander folgenden und komplexen Formulierungen, sondern vielmehr in Stichworten, die er mit Bildern assoziiert. Anders als die meisten herkömmlichen Methoden orientiert sich Mind Mapping, so Huhn (3), "... an dieser vielschichtigen und nichtlinearen Arbeitsweise des Gehirns". Dabei werden insbesondere assoziative Vorgänge unterstützt.

Nach Buzon (4) weist eine Mind Map vier grundlegende Eigenschaften auf:

1. Der Gegenstand der Aufmerksamkeit kristallisiert sich in einem Zentralbild.
2. Die Hauptthemen des Gegenstands strahlen vom Zentralbild wie Äste aus.
3. Die Äste enthalten Schlüsselbilder oder Schlüsselworte, die auf einer mit dem Zentralbild verbundenen Linie in Druckbuchstaben geschrieben werden. Themen von untergeordneter Bedeutung werden als Zweige, die mit Ästen höheren Niveaus verbunden sind, dargestellt.
4. Die Äste bilden ein Gefüge miteinander verbundener Knotenpunkte.

 


(1) Buzan, Tony; Buzan, Barry: Das Mind-Map-Buch. Die beste Methode zur Steigerung ihres geistigen Potentials. 4. Aufl. Landsberg: MVG, 1999, S. 59.
(2) Kirckhoff, Mogens: Mind Mapping: Einführung in eine kreative Arbeitsmethode. 9. Aufl. Offenbach: Gabal, 1996, S. XI.
(3) Huhn, Gerhard; Lindner, Juliane: Mind Mapping - leicht gemacht. 3. Aufl. Offenbach: Jünger, 1996, S. 11.
(4) Buzan, Tony; Buzan, Barry: Das Mind-Map-Buch. Die beste Methode zur Steigerung ihres geistigen Potentials. 4. Aufl. Landsberg: MVG, 1999, S. 59.