Mind MappingAnwendungsregelnBeispiele

Anwendungsregeln

 

Wenn Sie mit der Mind Map Methode arbeiten wollen, dann sollten Sie die folgenden Regeln und Empfehlungen (1) befolgen:

 

Benutzen sie ausreichend großes unliniertes Papier, damit Ihr Mind Map nicht von vornherein unter Platznot leidet. Sollte es doch eng werden, kleben Sie ein weiteres Blatt an.
Bringen Sie Farbe ins Spiel. Heben Sie Worte oder Wortgruppen durch Farben hervor, malen Sie farbige Bilder.
Durchbrechen Sie das übliche Ritual, auf hochformatigem Papier von oben nach unten zu arbeiten. Legen Sie das Papier im Querformat vor sich und lösen Sie sich von linearen Vorgehensweisen. Sein Sie 'Querdenker'!
Schreiben Sie in Druckbuchstaben, die sie selbst dann noch gut lesen können, wenn ihr Papierbogen auf der Seite liegt oder sogar auf dem Kopf steht.
Variieren Sie die Schriftgröße. Machen Sie wichtiges durch Großschreibung kenntlich und grenzen es gegen kleingeschriebene untergeordnete Gedanken ab.
Sie sollten überwiegend Substantive verwenden, weil die den größten Informationsgehalt besitzen. Beschränken Sie jeden Gedanken nach Möglichkeit auf ein Wort.
Benutzen Sie Schlüsselwörter, die es ermöglichen, später den ganzen mit ihnen verbundenen Gedankengang abzurufen. Übrigens: Das Finden von Schlüsselwörtern können Sie üben, indem sie Text systematisch auf immer weniger Worte reduzieren.
Bilder enthalten in der Regel viel mehr Informationen als Worte. Sie lenken die Aufmerksamkeit auf sich, sie lösen Assoziationen aus und sie sind eine ausgezeichnete Gedächtnisstütze.
Stellen Sie über Symbole - Pfeile, Zeichen, - Beziehungen zwischen Ästen und Worten her.
Lassen Sie Platz zwischen den 'Hauptgedanken'. Einerseits wird ihre Mind Map dadurch übersichtlich und strukturiert, andererseits bleibt Raum für weitere Ideen.
Beginnen Sie ihr Mind Map aus der Mitte des Blattes heraus. Sie haben damit in alle Richtungen ausreichend Raum zur Entwicklung.
Mind Maps sind im Normalfall nicht auf Anhieb perfekt. Korrigieren und überarbeiten Sie ihren ersten Entwurf oder gestalten Sie ihr Mind Map ganz neu. Von der ersten Idee bis zum fertigen Mind Map sind oft mehrere Entwürfe und Versuche nötig.
Geben Sie ihrer Mind Map eine Struktur durch Anordnung der Schlüsselworte in Hierarchien und Kategorien. Die Haupt- und Nebenäste ihrer Mind Map entsprechen dabei einer Einteilung in Ober- und Unterbegriffe wie: Maschinen - Fahrzeuge - Autos - BMW. Diese Systematisierung bildet den Übergang zu einer späteren Gliederung eines Themas. Gedanken und Worte können entweder sofort auf der richtigen Hierarchieebene plaziert werden oder erst später bei der Überarbeitung.
Insbesondere bei der Nutzung von Mind Maps für die Vorbereitung von Vorträgen oder wissenschaftlichen Arbeiten sollten Äste und Unteräste, Ober- und Unterbegriffe Numeriert bzw. numerisch gegliedert werden.
Der Gedankenfluss sollte keinesfalls unterbrochen werden. Wenn es an irgendwo nicht weitergeht oder ihre Einfälle ins Stocken geraten, dann sollten Sie an einer anderen Stelle weiterarbeiten. Die Assoziationen sollten möglichst fließen erfolgen.

 

 

 

 


(1)

Vgl. hierzu:

  • Buzan, Tony; Buzan, Barry: Das Mind-Map-Buch. Die beste Methode zur Steigerung ihres geistigen Potentials. 4. Aufl. Landsberg: MVG, 1999, S. 94ff.

  • Huhn, Gerhard; Lindner, Juliane: Mind Mapping - leicht gemacht. 3. Aufl. Offenbach: Jünger, 1996, S. 19ff.

  • Kirckhoff, Mogens: Mind Mapping. Einführung in eine kreative Arbeitsmethode. 9. Aufl. Offenbach: Gabal, 1996, S. 1ff.

  • Svantesson, Ingemar: Mind Mapping und Gedächtnistraining. 2. Aufl. Offenbach: Gabal, 1995, S. 55f.