BelegverfahrenIntegrierter BelegBeleg mit FußnoteVerweisungskürzelZeichensetzung

Integrierter Beleg (Harvard-Verfahren)

 

Kennzeichen des Verfahrens:

  • keine Anmerkungsziffer

  • Kurzbeleg der zitierten Quelle im laufenden Text

  • vollständige Quellenangabe im Quellenverzeichnis

Beispiel:

Wörtliches Zitat: "Spieltheorie ist also eine Deutung des Ausdrucks Spiel innerhalb eines vorgegebenen Rahmens" (Muster 1999, S. 20).

Nicht-wörtliches Zitat: Grundlage ist dabei ein Lust-Unlust-Prinzip; eine Zweiteilung also, die erkennen lässt, dass das kindliche Spiel auf zwei zentrale, gleichzeitig aber auch diametral entgegengesetzte Kategorien gerichtet ist (vgl. Teuer 1994, S. 35).

 

 

Wird die zitierte Person bzw. Quelle in einem dem Zitat vorangehenden, einleitenden Teil bereits genannt, können Erscheinungsjahr und Seitenzahl in Klammern dem Namen unmittelbar angefügt werden (= gekürztes Harvard-Verfahren).

 

Beispiel:

Wörtliches Zitat: Spieltheorie ist nach Muster (1999, S. 20) "... eine Deutung des Ausdrucks Spiel innerhalb eines vorgegebenen Rahmens".

Nicht-wörtliches Zitat: Grundlage ist dabei nach Teuer (vgl. 1994, S. 35) ein Lust-Unlust-Prinzip; eine Zweiteilung also, die erkennen lässt, dass das kindliche Spiel auf zwei zentrale, gleichzeitig aber auch diametral entgegengesetzte Kategorien gerichtet ist.

 

 

Die vollständige Quellenangabe erfolgt in einem gesonderten Quellenverzeichnis am Ende der Arbeit.

 

Beispiel:

Literaturverzeichnis

Muster, Roland: Theorien des Spiels. 2. Aufl. Berlin: Seidel-Verlag, 1999.
Teuer, Willi: Die Psychoanalyse des Spiels. München: Buch-Verlag, 1994.

 

 


Pro und Contra

  • Das Harvard-System ist das effizienteste Belegverfahren, das mit einem Minimum an Aufwand eine eindeutige Identifikation und Kontrolle von Quellen ermöglicht.

  • Zitat und "geistiger Ursprung" sind an einer Stelle miteinander verortet und erleichtern damit die gedankliche Verknüpfung einer Aussage mit einem Urheber.

  • Zitat und Quelle sind räumlich unmittelbar aufeinander bezogen und verhindern damit jede Verwechslung.

  • Das Quellenverzeichnis bietet eine Übersicht über die benutzten Quellen.

Aber:

  • Der Textfluss wird durch integrierte Quellenbelege immer wieder unterbrochen - der Lesefluss wird hierdurch allerdings eher weniger gestört als durch das Lesen einer Fußnote.

  • Die genaue Identifikation der Quelle ist nur im Quellenverzeichnis möglich.

 

Fazit: Das Harvard-System ist das insgesamt effektivste Belegverfahren.