BelegverfahrenIntegrierter BelegBeleg mit FußnoteVerweisungskürzelZeichensetzung

Kurzbeleg in der Fußnote

 

Kennzeichen des Verfahrens:

  • Anmerkungsziffer

  • Kurzbeleg der zitierten Quelle als Fußnote

  • vollständige Titelangabe im Quellenverzeichnis

Der Beleg erfolgt in Form eines Kurzbelegs als Fußnote am Ende der jeweiligen Seite. Zwischen dem laufenden Text und den Fußnoten ist eine Trennlinie üblich.

Beispiel:

Wörtliches Zitat: „Spieltheorie ist also eine Deutung des Ausdrucks Spiel innerhalb eines vorgegebenen Rahmens.“1

Nicht-wörtliches Zitat: Grundlage ist dabei ein Lust-Unlust-Prinzip; eine Zweiteilung also, die erkennen lässt, dass das kindliche Spiel auf zwei zentrale, gleichzeitig aber auch diametral entgegengesetzte Kategorien gerichtet ist.2

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1 Muster 1999, S. 20.
2 Vgl. Teuer 1994, S. 35.


Pro und Contra

  • Es liegt ein geschlossener Text vor, der nicht durch eingeschobene Quellenbelege unterbrochen wird und somit einen ungestörten Lesefluss ermöglicht.

  • Das Quellenverzeichnis bietet eine Übersicht über die benutzten Quellen.

Aber:

  • Das Springen zwischen Zitaten im Text und Quellenbelegen in der Fußnote bedeutet eine nicht unerhebliche Störung des Leseflusses.

  • Die genaue Identifikation der Quelle ist nur im Quellenverzeichnis möglich.

 

Fazit: Das Verfahren steht für eine konsequente Trennung der inhaltlichen Gedankenführung von formalen Ergänzungen, die Quellenbelege als Fußnote können jedoch eine Störung des Leseflusses zur Folge haben.